Bildung hilft

EDV-Schulung AKC

Computer-Training

EDV-Schulung AKCDiese Woche haben mich Neuigkeiten von meinem lieben Kollegen Chhay aus Kambodscha erreicht. Er hat mir freudig berichtet, dass er nun einmal in der Woche seinen „älteren“ Studenten Computer-Training erteilt. Eine erstaunliche Leistung, wenn man bedenkt, dass Chhay selbst, erst Anfang Juni das erste Mal einen Computer benutzt hatte. Als er mir dies bei einer unserer EDV-Schulungen erzählt hat, konnte ich es fast nicht glauben, denn er hat mit fast spielerischer Leichigkeit und in enormer Geschwindigkeit MS Excel erlernt. Das beweist wieder, wie motiviert die Menschen im Angkor Kids Center sind und wie großzügig sie ihr Wissen an die Schüler weitergeben.

Die von der Ivanhoe Grammar School gespendeten Computer werden also bestens genutzt und die Studenten erlernen im Angkor Kids Center nun weitere wichtige Kernkompetenzen auf ihrem Weg in eine unabhängige, selbstbestimmte Zukunft.

Mein Einsatz im Ausland: Der Test

Die Vorbereitung

Ich war angehalten einen Test durchzuführen, um das Englisch-Niveau der Schüler besser beurteilen zu können und perspektivisch homogenere Klassen zu bilden. Nun, es sei gesagt, dass ich keine Lehrerin bin. Gott sei Dank habe ich im Hintergrund eine tolle Englischlehrerin und sehr gute Freundin als Beraterin. Danke an dieser Stelle liebe Ulrike. Auch für den Test habe ich einiges an Recherchearbeit geleistet und natürlich musste ich mich mit den Englischlehrern vor Ort abstimmen, um das Englischniveau der Schüler zu erfragen und sie nicht zu überfordern.

 

Einstufung SchülerDie Durchführung

Den Test sollten nur jene Schüler machen, die ordentlich lesen und schreiben können und schon ein bisschen der englischen Sprache mächtig sind. Leider wurden mal alle hergebeten und erst dann vor Ort „aussortiert“ – etwas chaotisch, wie man sich vorstellen kann. Die Schüler waren zum Großteil brav am Samstagabend da, um den Test zu machen. Eingeteilt haben wir in 6 Gruppen – 2 Zeitslots mit je 3 Klassen.

Nach der ersten Runde haben wir jedoch festgestellt, dass wir zu wenig Testkopien haben. Da denkt man im ersten Moment – ist ja gar kein Problem, machen wir halt noch ein paar Kopien. Leider gibt es aber in der näheren Umgebung keine Möglichkeit dazu. Nach kurzer Überlegung und Schweißausbruch, kam mir die rettende Idee – schnell einige Tests zu korrigieren, die Ergebnisse zu erfassen und danach mit Tipp-Ex die Antworten zu löschen und den Test wiederzuverwenden. Mein Tipp-Ex war bald leer, der eines Lehrers auch, aber eine Schülerin hat dann mit dem letzten ausgeholfen und mit ein bisschen Verspätung und großer Hektik bei mir und den Lehrern, konnte der Test in der zweiten Gruppe doch noch durchgeführt werden. Der Zusammenalt hier ist wirklich unglaublich und es beschwert sich auch keiner. Bei uns wäre die Hölle los, wenn so etwas passiert. Die Tests wurden auch noch alle an diesem Abend von den Lehrern und mir bis spät korrigiert. Ich bin schon gespannt auf das Gesamtergebnis, wobei ich mir nach der ersten Stichprobe nicht zu viel erwarte – es gibt genug zu tun, um das Englischniveau bei Schülern und Lehrern zu verbessern, aber dafür ist die Schule (und ich) auch da.

 

In den Bildern auch ein paar Eindrücke, der Schüler und Lehrer bei den Vorbereitungen und beim Test. Ich war sehr froh, in diesem Fall nur Beobachter zu sein. Andererseits die letzten Tage und die kommenden Wochen sind gefühlt ein einziger großer Test für mich.

Mein Einsatz im Ausland: Der Nichtgeburtstag

NichtgeburtstagDie Aufregung ist groß, als ich erfahren habe, dass Samnang, der Projektleiter des Angkor Kids Center, Geburtstag hat. Er hat das Schulprojekt mit Hilfe von HELPUCATION e.V. ins Leben gerufen. Auch hier hat das Schicksal die richtigen Menschen vereint – Samnang und ein deutsches Paar auf Reisen, das ihm die Ausbildung finanziert hat. Aus Dankbarkeit wollte Samnang etwas an die Gesellschaft zurückgeben und hat das Angkor Kids Center gegründet. Eine sehr schöne Geschichte.

 
Nun soll also ein Geburtstagsgeschenk für Samnang her – nur was? Die Idee – ich besorge einen Geburtstagskuchen, den ich dann im Namen von HELPUCATION e.V. übergebe. Der Plan ist gut und auch an der Umsetzung ist es nicht gescheitert. Aber gerade als ich im Tuk Tuk am Weg zum potentiellen Geburtstagskind bin, erhalte ich eine Nachricht, dass Samnang heute doch nicht Geburtstag hat 😉 🙂 Großes Erstaunen, kurze Panik, gefolgt von einem heftigen Lachanfall von meiner Seite. Der neue Plan, die Torte als Willkommensgeschenk zu verkaufen, funktioniert nur bedingt, da in Großbuchstaben Happy Birthday auf der Torte steht.

Trotzdem hat sich Samnang gefreut – er hat die Torte mit seiner Familie genossen und die kleine Anekdote, wird keiner so schnell vergessen. Man muss eben flexibel sein. Und Samnang sollte sein LinkedIn Profil updaten – Monat und Tag sind vertauscht – wir waren deshalb nicht die einzigen Gratulanten zum Nichtgeburtstag 😉 .

Mein Einsatz im Ausland: Die Ankunft

Freiwilligenarbeit in Kambodscha

7 aufregende Wochen liegen vor mir – 7 Wochen, in denen ich meine Komfortzone komplett verlasse und mein Leben völlig umkremple. Das Ganze begann mit meinem Wunsch – einmal an einem Sozialprojekt im Ausland mitzuarbeiten; ehrenamtlich Hilfe zu leisten; was Gutes zu tun – am besten Kinder unterstützen und wie…? Die einzig schlüssige Möglichkeit Bildung spenden.

Hilfe für KinderDas Angkor Kids Center (AKC)

Zufall oder Schicksal? Ein ehemaliger Arbeitskollege hat einen Verein gegründet HELPUCATION e. V. und seine Erzählungen, seine Motivation und Begeisterung waren ansteckend.

Das Schulprojekt Angkor Kids Center widmet sich dem wichtigsten Eckpfeiler für eine bessere Zukunft – Hilfe für Kambodscha durch Zugang zu Bildung in Form von kostenlosem Englischunterricht.

Und dies umgesetzt durch freiwillige Lehrer und Projektmitarbeiter. Ein ambitioniertes Hilfsprojekt, das dafür sorgen soll, dass die Kinder die Möglichkeit erhalten, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen, einen begehrten Job zu finden zB im Tourismusbereich – der Schlüssel dazu: die englische Sprache.

Volunteer im AuslandAnkunft in Kambodscha

Und nun…? Nun, bin ich in Kambodscha – in Siem Reap, nahe Angkor Wat. Im Gepäck nicht nur der weltgrößte Koffer (gefüllt unter anderem auch mit Schulbüchern 😉 , sondern haufenweise Ambitionen, Abenteuerlust und Begeisterung.

Die ersten Eindrücke: sehr heiß 😉 (daran muss ich mich noch gewöhnen), sauberer als gedacht, wunderschöne Landschaft und viel Kultur, gutes Essen, freundliche, zuvorkommende Menschen, die gerne singen und positiv sind, obwohl sie zum Großteil sehr wenig besitzen…

Video talentierte ehrenamtliche Lehrer

Meine Aufgaben

Erstmal dieser Blog, damit hoffentlich viel mehr Menschen von diesem Projekt erfahren und die Unterstützer einen besseren Eindruck davon bekommen, was mit den Spendengeldern passiert. Hilfe beim organisatorischen Aufbau der Schule – das Hilfsprojekt ist auf den ersten Eindruck sehr „hands-on“ bedingt dadurch, dass es von vielen Freiwilligen betreut wird. Und zu guter Letzt darf ich dabei unterstützen, das Englisch-Niveau der Lehrer zu verbessern.
Aber, um Pablo Picasso zu zitieren: „I beginn with an idea and then it becomes something else.“ Also, ich freue mich auf die bevorstehenden Aufgaben, die mich erwarten.
Und morgen geht es für mich von der Stadt Siem Reap ins Dorf (Samrong, Leang Dai) zum Angkor Kids Center – also Ärmel hochkrempeln und los geht’s 🙂