Renovierungsarbeiten und alternativer Unterricht

Die Zwangspause wird genutzt…

Auch das Angkor Kids Center musste aufgrund der COVID-19 Pandemie eine Zwangspause einlegen. Diese Pause wird vom Team vor Ort genutzt, um anstehende Renovierungs- und Verschönerungsarbeiten an der Schule durchzuführen.

alternativer UnterrichtLeider kann aufgrund der schlechten Internetverbindung und -verbreitung kein live Online Unterricht stattfinden. Nichts desto trotz, hat das Lehrerteam einen Lehrplan für die Zeit der Schulschließung entwickelt. Dieser soll zumindest den älteren Schülern, die zum Teil rudimentären Internetzugriff haben, ein begleitetes Selbststudium ermöglichen. Es werden für die zwei fortgeschrittenen Levels Videos produziert, die Unterricht und begleitete Übungen basierend auf den Schulbüchern, die jedes Kind zu Hause hat anbietet. Außerdem werden Lerntipps für Englisch Unterricht für Khmer Studenten angeboten. Zu guter Letzt, wird es regelmäßige Wiederholungen mit zusätzlichen Übungen zu den ausgearbeiteten Kapiteln geben und Schüler, die diese einreichen, werden belohnt.

Die Zwangspause wird also so gut als möglich genutzt. Trotzdem hofft jeder einzelne, dass die Schule bald wieder öffnet.

 

Die Schule bleibt leider noch etwas länger geschlossen

Verlängerung der Schulschließung erforderlich

Uns erreichen leider keine guten Nachrichten aus Kambodscha. Die vorläufige, bis heute geplante Schulschließung wird sich leider verlängern und zwar mindestens bis Mitte Mai – möglicherweise bis Anfang Juni 2020. Wir halten euch natürlich auf dem Laufenden.

Aber unser Team vor Ort lässt sich nicht unterkriegen und arbeitet schon an kreativen Lernmethoden. Updates hierzu folgen in Kürze.

 

Schulschießung wegen Coronavirus

COVID-19 macht auch vor Kambodscha nicht Halt

Auch wenn die offiziell bestätigten Infektionszahlen in Kambodscha sehr niedrig sind, treibt das Coronavirus auch dort sein Unwesen und hat den Alltag völlig umgekrempelt. Unter anderem hat das Bildungsministerium die Schulen dazu angehalten zu schließen. Diesem Aufruf ist selbstverständlich auch das Angkor Kids Center gefolgt und die Schule hat ihre Pforten am 23. März bis mindestens 20. April 2020 geschlossen.

Einige Mitarbeiter nützen diese Zeit für einen wohlverdienten Urlaub. Aber natürlich hofft jeder einzelne, dass sich die Türen bald wieder öffnen – nicht nur für die Schule, sondern vor allem auch für Reisende. Der Tourismus, eine der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren des Landes, ist völlig zusammengebrochen und stürzt viele Menschen in eine tiefe finanzielle Krise.

Wir können nur alle hoffen, dass das Virus schon bald nur mehr eine blasse Erinnerung darstellt und wir und unsere Angehörigen gesund bleiben. Passt auf euch auf – in Kambodscha und in Deutschland.

 

Viele Neuerungen im Februar

Optimierung verfügbarer Ressourcen….

Gerade haben wir wieder unseren Monatsreport aus dem Angkor Kids Center erhalten. Und auch im Februar hat sich wieder einiges getan. Der Monat stand ganz unter dem Motto “Optimierung der bestehenden Ressourcen”.

Viele Neuerungen im FebruarEs wurde zB das Schulsystem umgestellt, sodass die fortgeschrittenen Schüler anstelle von fünf Wochentagen je eine Stunde nun drei Mal in der Woche für zwei Stunden unterrichtet werden. Das schafft nicht nur bei den Lehrern, sondern auch bei den Klassenräumen Kapazitäten, die zB für die Aufnahme weiterer EDV Schüler verwendet werden können. Zusätzlich wurden die Unterrichtsmaterialen und die Dauer der EDV Klassen optimiert und zukünftig ist eine  Erweiterung von MS Excel und Word durch PowerPoint geplant.

Auch der Ort des Computerraumes wurde verändert – er wurde in den Raum der Bibliothek übersiedelt und diese dafür in das neue Gebäude. Dabei tatkräftig unterstützt hat eine Gruppe von Freiwilligen aus Australien, welche auch die Strom- und Internetversorgung für die Computer verbessert und einen zusätzlichen Ventilator in jedem Raum installiert hat. Wobei das Internet leider noch sehr ausbaufähig ist und derzeit nur von den Lehrern verwendet werden kann.

Zu guter Letzt haben die ehrenamtlichen Lehrer in ihrer Freizeit ihrer Kreativität freien Lauf gelassen und die Schule mit selbstgemalten Logos versehen. Wir von helpucation e.V. sind stolz, unser Logo auf dem neuen Schulgebäude zu sehen.

Die Verbesserungen sind u.a. ein Ergebnis von regelmäßigen Workshops und Meetings des Angkor Kids Center Teams bei dem im Februar auch Andreas dabei sein durfte. Wie ihr schon im letzten Blog lesen konntet, hat unser Vorstands- und Gründungsmitglied Andreas das Angkor Kids Center besucht und war begeistert die großen Fortschritte der Schule real zu sehen. Aber eines ist unverändert geblieben – die Freundschaft und Solidarität, die dieses Projekt zu einem ganz besonderen macht.

 

 

 

 

 

 

Neues Kopiergerät und Toiletten

Mehr Flexibilität und Komfort

Neues Kopiergerät und ToilettenDas neue Schuljahr hat begonnen und die Schüler erhalten neue Schulbücher bzw. Unterlagen, welche bisher mühsam in der Stadt in Siem Reap kopiert werden mussten, was wiederum mit hohen Kosten und großem Aufwand verbunden war. Somit war die Freude groß, dass ein wiederkehrender Spender aus Singapur dieses Mal eine Kopiermaschine “im Gepäck hatte”. Die Lehrer können somit viel flexibler Unterrichtsmaterialen zu überschaubaren Kosten erstellen – wie ihr im Titelbild gleich sehen könnt 😉

 

Eine weitere Neuerung im Schuljahr sind die Toiletten. Als ich vor gut zwei Jahren im Angkor Kids Center war, waren die Toiletten so gut wie unbenutzbar, da es zu dem Zeitpunkt generell kein fließendes Wasser gab und die Stehtoiletten somit nicht gespült werden konnten. Nun wurde die bestehende Toilettenanlage zu einem Wasserkloset umgebaut und eine neue behindertengerechte Toilette gebaut. Ein Komfort, den Schüler, Lehrer und Besucher sicher sehr zu schätzen wissen.

Bibliothekarin und Umweltbeauftragte

Neue Verantwortungsbereiche werden implementiert

Bibliothekarin und UmweltbeauftragteDas Angkor Kids Center entwickelt sich ständig weiter und wächst nicht nur in Form der Schülerzahl. Deshalb hat Hak zwei der freiwilligen Helfern vor Ort wichtige Rollen zugeteilt: Bibliothekarin und Umweltbeauftragte.

Zwei junge Damen, Chandeng Houy und Tourn Sok haben die wichtigen Aufgaben übernommen, die Bibliothek zu betreuen und die Schule sauber zu halten. 

Die Bibliothekarin hat alle Hände voll zu tun den Ansturm der Kinder zu kontrollieren, Bücher vorzubereiten und einzusortieren. Wie ich aus Erfahrung weiß, können gerade die Kleinsten manchmal ganz schön ungestüm sein und die Bibliothek mit einem Spielplatz verwechseln 😉 Deshalb ist es umso wichtiger, eine designierte Bibliothekarin zu haben.
Die Rolle der Umweltbeauftragten ist es in erster Linie das Schulareal sauber zu halten und regelmäßig Säuberungsaktionen durchzuführen, damit der neue Schulhof auch schön zur Geltung kommt.
Auf ins neue Schuljahr

Ein guter Start ins neue Schuljahr

Kurz vor Jahresende, genau am 30. Dezember 2019, hat das neue Schuljahr im Angkor Kids Center begonnen und alle Schüler und Lehrer starten hochmotiviert.

Das neue SchuljahrDie Lehrer hatten als Vorbereitung für das neue Schuljahr ein fünftägiges Training absolviert, indem Unterrichtsmethoden, Stunden- und Wochenpläne, Monatsberichte, Klassen Management, Umgang mit Anfragen von Studenten und Erziehungsberechtigungen sowie die Ziele 2020 am Plan standen.

Und zum Abschluss des alten Schuljahres gab es noch eine großartige Neuigkeit: ein Anerkennungsschreiben der Regierung auf Bezirksebene für die Arbeit des Angkor Kids Center.

Wir sind stolz darauf, einen kleinen Teil zur Weiterentwicklung der Bildung in Kambodscha beizutragen und werden auch in diesem Schuljahr unser Bestes geben.

 

Die älteste Förderin

Die älteste Unterstützerin unseres Vereins: Maria Schäfer

Maria Schäfer ist seit über 15 Jahren regelmäßige Spenderin und somit eine große Stütze von helpucation e.V. Mit ihren junggebliebenen 90 Jahren ist sie mit Abstand die älteste Förderin des Vereins. Wir sind froh und stolz, dass wir auch diese Generation für unser Projekt gewinnen konnten und durch ihre regelmäßige Spende Mittel zur Verfügung haben, um die Entwicklung der Schüler und des Angkor Kids Center bestmöglich zu fördern. Hier ihre Gründe für ihre langjährige Unterstützung:

Vom ersten Moment an habe ich Samnang, das Angkor Kids Center und den Verein unterstützt und wachsen gesehen. Es ist toll mitzuerleben, wie mein kleiner Beitrag so viel Gutes bewirken kann.

Maria Schäfer

 

Wenn auch ihr den Verein mit einer Einzelspende oder mit einem jährlichen Beitrag als Fördermitglied unterstützen möchtet, findet ihr hier alle wichtigen Informationen.

Fördermitglied

Unser Verein stellt sich wieder vor: Dominik Lay

Es ist wieder mal an der Zeit, die Gesichter hinter dem Verein helpucation e.V. vorzustellen. Dominik unterstützt uns als Fördermitglied und erzählt uns seine Beweggründe dafür:

Moin! Ich habe meine Wahlheimat in Hamburg. Als Vater eines Sohnes liegt mir viel daran, Kindern gute Bildungsmöglichkeiten zu ermöglichen. Bildung stellt für mich einen Schlüssel für persönliche Entwicklung dar. Andreas kenne ich schon seit Schulzeiten und bewundere, was Andreas und Jasmin und alle weiteren Mitstreiter von helpucation e.V. mit dem Angkor Kids Center auf die Beine gestellt haben und immer weiter vorantreiben.

Ich freue mich, dass ich als Fördermitglied die Möglichkeit habe dieses Projekt kontinuierlich zu unterstützen und so auch über die Projekte und Fortschritte informiert werde. Es macht auch stolz zu sehen, was mit Förderbeiträgen gemacht wird und wie meine Beiträge tatsächlich zu besseren Chancen durch bessere Bildung führen.

Dominik Lay

Volontär aus Deutschland

Eintauchen in eine fremde Welt: Erfahrungsbericht unseres Volontärs Steffen

Steffen Wilhelm, Medien Manager aus Berlin, hat es gewagt für zwei Wochen in eine völlig fremde Welt einzutauchen, um als Volontär im Angkor Kids Center zu arbeiten. Er hat sich den vielfältigen Aufgaben gestellt, viele positive Erfahrungen gesammelt und versprochen wiederzukommen. Wir danken für seine großartige Unterstützung und freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen!

Hier sein persönlicher Erfahrungsbericht:

Volontär aus DeutschlandDie Reise nach Kambodscha war meine erste Reise außerhalb des europäischen Kontinents – alleine in einem mir völlig fremden Land. Und was auch immer ich mir im Vorfeld ausgemalt, was ich gelesen und gehört hatte – die Realität war überwältigend. Der Flughafen in Siem Reap, der nach zwei Tagen Aufenthalt in Bangkok wie eine kleine, unwirkliche Oase mitten im Grünen erscheint. Samnang, der mich mit einem Lächeln begrüßt und willkommen heißt. Die erste Fahrt mit dem Tuk Tuk über Kambodschanische Straßen in Richtung Innenstadt. Der Verkehr in Siem Reap. Die Hitze. Die Gerüche. Das Essen. Die Sprache. Aber vor allem, das unfassbar ansteckende Lächeln der Menschen, das einem hier überall entgegenstrahlt.

Nach der ersten Nacht im pulsierenden Siem Reap geht es mit dem Tuk Tuk in das 30 Kilometer entfernte Dorf Samrong zum Angkor Kids Center. Auch hier werde ich mit einem herzlichen Lächeln begrüßt. Dieses Mal von Hak, der einst selbst Schüler der Einrichtung war und diese mittlerweile als Executive Director leitet. Er strahlt mich aus schlauen Augen an und führt mich über das Gelände, wo Kinder aller Altersgruppen täglich für zwei Stunden in Englisch unterrichtet werden und Computerkenntnisse erlernen können. Er selbst ist das beste Beispiel dafür, wie essentiell wichtig eine gute Bildung ist. Und seine Erzählungen lassen erahnen, dass er Großes vorhat. Dass er zurückgeben will, was ihm diese Schule ermöglicht hat.

Stolz zeigt er mir das nagelneue Gebäude aus Stein, das durch Spenden finanziert werden konnte und neben dem Büro der drei Festangestellten und dem Computerraum auch ein nagelneues Unterrichtszimmer beherbergt. „Angefangen hat alles unter einem Palmendach“. Mittlerweile ist das Angkor Kids Center zu einer richtigen kleinen Bildungsstätte geworden. Neben dem Trakt mit den Klassenzimmern und einer Bibliothek gibt es einen Trinkwasserspeicher, Strom und Internet. Die jüngste Errungenschaft ist das sogenannte Homelight Projekt: Zusätzlich angebrachte Solarpanels auf dem Dach der Anlage, ein Stromspeicher und eine „Zapfanlage“ erlauben es nun auch den Anwohnern des Dorfes, ihre tragbaren Batterien aufzuladen und sich selbst mit Strom zu versorgen. Für besonders bedürftige Familien ist der Service kostenlos – andere zahlen einen kleinen Unkostenbeitrag, der weitaus niedriger ist, als die Kosten für staatlichen Strom und wiederum dem Angkor Kids Center zu Gute kommt. „Das große Ziel ist, aus dem Angkor Kids Center eine Bildungseinrichtung zu machen, die sich auf lange Sicht selbst trägt und die ganze Region mit einbindet“.

In den kommenden beiden Wochen reparieren wir Stühle für die Klassenzimmer, bauen ein Fußballtor auf und verpassen dem neuen Steingebäude einen blauen Anstrich. Auch eine Datenbank wird angelegt. Diese enthält Informationen zu allen Schülern und deren Kontaktpersonen und soll dazu dienen, den Unterricht und Elterngespräche zu organisieren, den Fortschritt der Schüler zu dokumentieren und auch nach dem Ende deren Schullaufbahn mit ihnen in Verbindung zu bleiben. „Wir wollen wissen, wie sich die Kinder auch nach ihrer Zeit im Angkor Kids Center entwickeln.“ Es geht um Nachhaltigkeit. Und um Vertrauen.

Demnächst sollen neue Mülleimer aufgestellt und Mülltrennung eingeführt werden. Man will ein Bewusstsein für die Umwelt schaffen und den Menschen vor Ort die Auswirkungen von Plastikkonsum vor Augen führen, der auch vor einem der ärmsten Länder der Welt nicht Halt macht.

Ich bin beeindruckt, fasziniert und dankbar. Es ist inspirierend, mit wie viel Elan hier unter einfachsten Bedingungen gelehrt, geplant und professionalisiert wird. Und mit welcher Freude all das geschieht. In einem Land, das sich immer noch von den Gräueltaten des Krieges zu erholen versucht, wird der bleibende Eindruck nicht nur die Schönheit der Natur sein, die einen hier überall umgibt, sondern die der Menschen. Es ist ansteckend. Ich muss versprechen, wieder zu kommen. Und tue das. Natürlich mit einem Lächeln.