Status Quo

Herausfordernde Zeiten…

Die COVID-19 Pandemie und alle Konsequenzen sind weltweit zu spüren und treffen Entwicklungsländer wie Kambodscha noch härter als den Durchschnitt. Wie schon erwähnt, ist der Tourismus einer der stärksten Einnahmequellen v.a. im Raum von Siem Reap bzw. Angkor Wat, wo sich die Schule befindet. Dieser wichtige Wirtschaftsfaktor liegt durch die weltweiten Reisewarnungen und Grenzschließungen völlig brach. Kambodscha blickt in eine ungewisse und vorerst leider düstere Zukunft.

Auch der Mikrokosmos des Angkor Kids Center ist von der Krise geprägt. Die Regierung besteht weiterhin auf einer Schließung der Schulen. Eine genaue Planung bzw. Aussage liegt nicht vor – lediglich, dass die Schulschließungen längstens bis November 2020 andauern sollen. Diese Zeit wird weiterhin für Online Unterricht in Form von Videos und fürs Training der ehrenamtlichen Lehrer genutzt.

Wir als Verein helpucation e.V. und Hauptsponsor der Schule sind uns bewusst, dass COVID-19 für jeden einzelnen eine herausfordernde Zeit darstellt und viele von uns ihre Finanzen bestmöglich schonen müssen. Daraus resultierend ist die Finanzsituation der Schule angespannt.

Um unser Schulprojekt Angkor Kids Center nicht zu gefährden, wie immer verantwortlich mit unseren Spendengeldern umzugehen und unser Personal vor Ort längsmöglich zu halten, haben wir die Entscheidung getroffen, die zwei Fixangestellten Hak und Chhay mit 80% in Kurzarbeit zu senden. Zusätzlich wurde der Vertrag mit unserem Englischlehrer Vith im Einvernehmen aufgelöst. Diese Personal-Lücke soll nach der Schulöffnung wieder geschlossen werden.

Es bleibt zu hoffen, dass sich Wirtschaft und Tourismus schneller als gedacht erholen und natürlich freuen wir uns in diesen schwierigen Zeiten über jede einzelne Spende umso mehr.

Installation Klimaanlage

Frischer Wind im AKC

Über frischen Wind darf sich das Angkor Kids Center freuen. Gerade die Frühjahrsmonate sind unerträglich heiß in Kambodscha und die Hitze im Büro über viele Stunden für unser Vollzeit Personal kaum auszuhalten. Deshalb wurde im März im Büro eine Klimaanlage installiert, die für eine kühle Brise im positiven Sinne sorgt und das Team vor Ort einen kühlen Kopf bewahren lässt 😉

 

Andreas zu Besuch im AKC

Besonderer Besuch im AKC: Ein Projekt unter Freunden

Es ist schon einige Zeit her, dass Andreas, Vereinsgründer und Vorstandsmitglied, vor Ort im Angkor Kids Center war. Kambodscha liegt nun mal nicht um die Ecke. Umso schöner war es, dass Andreas trotz der langen Zeit und der gewaltigen Entwicklungen vor Ort das Gefühl hatte, nie weggewesen zu sein. Aber am besten ihr lest selbst, was er erlebt hat:

 

Kaum, dass ich in Siem Reap gelandet war und Samnang in die Arme geschlossen hatte, war es als wäre ich nie weg gewesen. Auf der gesamten Fahrt vom Flughafen in die aufgeheizte Stadt plauderten wir ohne Punkt und Komma. Unter alten Freunden, die sich lange nicht mehr gesehen haben, wussten wir gar nicht wo wir anfangen sollten zu erzählen. Bald ging es auch um das Angkor Kids Center und die dortigen Entwicklungen.

 

Andreas zu Besuch im AKCIm Dorf Somrong angekommen, bin ich schon von weitem vom Angkor Kids Center beeindruckt: Das neue Schulgebäude ist toll geworden und hat mit seinem neuen leuchtenden Anstrich eine völlig neue Wirkung. Mit dem Rest des Baumaterials hat das AKC-Team zudem ein Eingangstor gemauert, auf dem das Projekt-Logo allen Besucher freundlich entgegen lächelt. Ich erkenne sofort die gewissenhafte Handschrift von Hak und Chhay. Seit ihrer Festanstellung im vergangenen Jahr haben sie ganze Arbeit geleistet. Das gesamte Schulgelände hat sich seit meinem letzten Besuch vor mehr als zwei Jahren deutlich verändert: der Innenhof ist ordentlich gepflastert, der Zaun sorgfältig befestigt und gestrichen, neu gepflanzte Bäume spenden Schatten, der Spielplatz und die Toiletten sind top in Schuss.

 

Was mir außerdem sofort auffällt, ist der gepflegte Schulhof: Noch vor ein paar Jahren lagen Plastiktüten und -flaschen und auch anderer Müll auf dem Gelände verteilt – ein Problem, das wir nur schwer in den Griff bekamen. Jetzt gibt es ein bebildertes Mülltrennungssystem, an das sich alle Schüler halten müssen. Gerührt und beeindruckt von der tollen Arbeit des AKC-Teams stehe ich ein paar Minuten einfach nur sprachlos da und erinnere mich daran, wie hier noch vor ein paar Jahren nur ein grob zusammengezimmertes Holzhaus mit drei Räumen stand. Ich spüre wie sich ein schlechtes Gewissen breit machen will – schließlich gab es auch immer wieder Zeiten des Zweifels. Der Schulleiter Hak reißt mich aus meinen Gedanken, „Hello Andy! Welcome!“ Im hellblauen Business-Hemd und mit einem breiten Grinsen kommt er auf mich zu und wir umarmen uns herzlich. Voller Stolz zeigt er mir, dass er gerade noch eigenhändig das helpucation Logo auf die neue Schulwand gemalt hat. Still und lächelnd stehen wir nebeneinander und genießen den Stolz des anderen. Das schlechte Gewissen ist längst verflogen.

 

Hak nimmt mich mit in die neuen Räume des Angkor Kids Center und das Staunen geht weiter: alle Klassenräume sind bunt bemalt, die Bibliothek wurde enorm erweitert, im Computerraum stehen zehn einsatzbereite Desktop-Rechner und es gibt nun nicht nur ein Lehrerzimmer, sondern auch ein Büro mit mehreren Arbeitsplätzen. Im gesamten neuen Gebäude ist der Boden gefliest. Chhay winkt mir hinter einem der Schreibtische fröhlich zu. Gerade ist er dabei mithilfe der jüngst angeschafften Kopiermaschine neue Mappen für den Computerunterricht zu erstellen. „Wir machen jetzt unsere Arbeitsmaterialien selber“, erzählt er und lässt einen Stapel Papier durch den Kopierer rauschen.

 

Wir setzen uns in einem der neuen Räume zum Team-Meeting zusammen und ich bekomme einen guten Eindruck vom neuen Lehrplan und der Organisation der Klassen. Der festangestellte Lehrer Vith erklärt mir per Beamer und Laptop das Lehrsystem, das er in den vergangenen 14 Monaten aufgebaut hat: die acht Klassen sind in fünf neue Level unterteilt, die sich jeweils an einer Lehrbuchreihe orientieren. Jedes Level wird in einem fünfmonatigen Semester durchgearbeitet. Nur, wer den Test am Ende des Semesters besteht, rutscht in die nächste Klasse. „Eigentlich wie bei uns“, denke ich mir. Doch anders wie in unserem europäischen Schulsystem scheint es hier nicht darum zu gehen, so schnell wie möglich die Schule abzuschließen, sondern unterwegs so viel wie möglich mitzunehmen. Jeder Schüler lernt in seiner Geschwindigkeit. Das im deutschen Leistungssystem so gefürchtete „Sitzenbleiben“ spielt im Angkor Kids Center kaum eine Rolle.

 

Nach einer lustigen Runde Fußball mit Hak, Sam und einigen Schülern auf dem staubigen Bolzplatz bin ich später auch in einigen Unterrichtsstunden von verschiedenen Lehrern dabei. Ich genieße in allen Schulstunden die ungebremste Neugier der Schüler. Seit der Einführung von Viths neuem Curriculum folgt jede Lehreinheit einem vorbereiteten Plan. Ich kann mich noch an die Anfangszeiten erinnern, als es hier im Unterricht auch öfters mal drunter und drüber ging. Davon ist trotz der Lebendigkeit der Schüler heute nichts mehr zu spüren. Doch auch wenn sich die Umstände und Voraussetzungen seit der Gründung des Projekts kontinuierlich weiterentwickelt haben, ist doch eine Sache beim Alten geblieben: die unbeschwerte Freude am Lernen und wohlwollenden Lehren von Schülern und Lehrern.

 

Nach dem Unterricht fahren wir mit dem gesamten AKC-Team nach Siem Reap in ein Trainingsrestaurant zum Abendessen. Bei Bier und gegrillten Flussfisch erzählt Hak mit leuchtenden Augen von seiner großen Vision dem Angkor Kids Center auch noch ein weiterführendes Trainings-Restaurant anzugliedern. Seine Idee: in der „AKC Cuisine“ sollen die Kinder aus Somrong zusätzlich zum Englischunterricht eine touristische Ausbildung bekommen, um dann für besser bezahlte Jobs in der Stadt qualifiziert zu sein. Er selbst ist als ehemaliger F&B-Manager eines renommierten 5-Sterne-Hotels das beste Beispiel dafür, dass dieser Weg durchaus möglich ist. Vor ein paar Jahren hätte ich vielleicht noch gedacht, dass dieser Traum eines solchen Riesenprojektes zu schön ist, um wahr zu werden. Nach meinem jetzigen Besuch im Angkor Kids Center bin ich vollkommen überzeugt davon, dass der Tag kommen wird, an dem Haks Vision Wirklichkeit wird. Der gerade mal 26 Jahre alte Schulleiter versprüht so viel Zuversicht, Leidenschaft und Selbstbewusstsein, dass nach diesem Abend keiner von uns mehr daran zweifelt, dass auch diese unglaubliche Geschichte eines Tages in der Schulchronik geschrieben stehen wird.

Die älteste Förderin

Die älteste Unterstützerin unseres Vereins: Maria Schäfer

Maria Schäfer ist seit über 15 Jahren regelmäßige Spenderin und somit eine große Stütze von helpucation e.V. Mit ihren junggebliebenen 90 Jahren ist sie mit Abstand die älteste Förderin des Vereins. Wir sind froh und stolz, dass wir auch diese Generation für unser Projekt gewinnen konnten und durch ihre regelmäßige Spende Mittel zur Verfügung haben, um die Entwicklung der Schüler und des Angkor Kids Center bestmöglich zu fördern. Hier ihre Gründe für ihre langjährige Unterstützung:

Vom ersten Moment an habe ich Samnang, das Angkor Kids Center und den Verein unterstützt und wachsen gesehen. Es ist toll mitzuerleben, wie mein kleiner Beitrag so viel Gutes bewirken kann.

Maria Schäfer

 

Wenn auch ihr den Verein mit einer Einzelspende oder mit einem jährlichen Beitrag als Fördermitglied unterstützen möchtet, findet ihr hier alle wichtigen Informationen.

Fördermitglied

Unser Verein stellt sich wieder vor: Dominik Lay

Es ist wieder mal an der Zeit, die Gesichter hinter dem Verein helpucation e.V. vorzustellen. Dominik unterstützt uns als Fördermitglied und erzählt uns seine Beweggründe dafür:

Moin! Ich habe meine Wahlheimat in Hamburg. Als Vater eines Sohnes liegt mir viel daran, Kindern gute Bildungsmöglichkeiten zu ermöglichen. Bildung stellt für mich einen Schlüssel für persönliche Entwicklung dar. Andreas kenne ich schon seit Schulzeiten und bewundere, was Andreas und Jasmin und alle weiteren Mitstreiter von helpucation e.V. mit dem Angkor Kids Center auf die Beine gestellt haben und immer weiter vorantreiben.

Ich freue mich, dass ich als Fördermitglied die Möglichkeit habe dieses Projekt kontinuierlich zu unterstützen und so auch über die Projekte und Fortschritte informiert werde. Es macht auch stolz zu sehen, was mit Förderbeiträgen gemacht wird und wie meine Beiträge tatsächlich zu besseren Chancen durch bessere Bildung führen.

Dominik Lay

Neue Möbel

Hier macht Lernen Spaß

Neue MöbelEine langjährige Unterstützerin des Angkor Kids Centers brachte dieses Jahr wieder äußerst nützliche Geschenke. Neben Fahrrädern und Unterrichtsmaterial spendete sie neue Tafeln und die notwendigen Stühle mit integrierten Tischen für ein komplett neues Lerngefühl im brandneuen Klassenzimmer. So macht Lernen Spaß!

 

Gebäudeerweiterung

Mehr Platz für Schüler und Lehrer

Bei rund 300 Schülern herrschte bis vor kurzem akuter Platzmangel im Angkor Kids Center. Die vorhandenen drei Klassenräume konnten die Schüler- und Klassenzahl nicht mehr bewältigen und auch die Lehrer und Festangestellten litten unter Platzmangel. Das Büro bestand aus einem Schreibtisch in der Bibliothek. Deshalb war es längst an der Zeit, eine Gebäudeerweiterung vorzunehmen.

Neues GebäudeMit zahlungs- und tatkräftiger Unterstützung mehrerer Sponsoren konnte ein neues 60 Quadratmeter Gebäude mit zwei Räumen gebaut werden. Ein Raum dient als Klassenzimmer und ein weiterer als Computerraum, der durch Sachspenden mit neuem Equipment versehen wurde. Nun finden täglich sieben Computer Klassen statt, die derzeit von Chhay und Hak unterrichtet werden. Außerdem bietet das neue Gebäude auch noch Platz für ein Büro im Anschluss an den Computer Raum, damit auch unser Dream Team und die ehrenamtlichen Lehrer in Ruhe arbeiten können.

Die Einweihung des Gebäudes fand pünktlich zum 10 Jahres Jubiläum statt und war somit ein großes Highlight der Feierlichkeiten.

Unser neuer Volontär Steffen, über den ich noch berichten werde, hat das Gebäude im Nachhinein farblich aufgemöbelt. Und das hat er sehr gut gemacht – das neue Gebäude erstrahlt nun in blau – weiß.

 

Jubiläum - Jubiläumsfeier

10 Jahre AKC: Jubiläumsfeier

Jubiläum - JubiläumsfeierAm 9. September 2019 war es soweit – das 10 Jahres Jubiläum des Angkor Kids Center. Und wie angekündigt, wurde dieses freudige Ereignis auch standesgemäß gefeiert und ganz traditionell nochmal der Segen für die Schule eingeholt. Die Feier war ein voller Erfolg – Gemeindevorstände, Einwohner, Eltern und selbstverständlich die Schüler waren versammelt, um diesen Anlass gebührend zu feiern und alle nochmal für die Wichtigkeit von Bildung und die Rolle des Angkor Kids Centers zu sensibilisieren. Nicht einmal der strömende Regen konnte der guten Stimmung Einhalt gebieten.

Und Samnang, der Gründer des Angkor Kids Centers, hat zu diesem Anlass die Botschaft, welche wir vermitteln wollen, nochmal perfekt zusammengefasst:

“There is no better investment than education that you should put your sources in, Kids.

There is no better inheritance than education that you should handover to your children, Parents.”

 

Jubiläum - Großspender

10 Jahre AKC: Langjährige Partnerschaften

Das Angkor Kids Center hat viel geschafft. Ohne langjährige Unterstützer bzw. Partnerschaften wäre diese Entwicklung aber nicht möglich gewesen. Die drei wichtigsten Partner sind wir – helpucation e.V., Links4Aid Foundation und 1STEP1LIFE Organization.

helpucation e.V. hat das Angkor Kids Center von Stunde Null an begleitet und Infrastrukturen wie z.B. das Solarpanel aufgebaut und übernimmt auch die Finanzierung des Fixpersonals der Schule. Dies ist natürlich wiederum nur durch viele große und kleine Spender hier in Deutschland möglich. Vielen Dank dafür.

Links4Aid Foundation unterstützt den Schulbesuch vieler Kinder durch die zur Verfügung Stellung von Fahrrädern, Schuluniformen und Unterrichtsmaterial.

Und 1STEP1LIFE Organization versorgt eine Vielzahl an freiwilligen Lehrern mit Stipendien für die Universität u.a. auch Hak und Chhay.

Nur dieses Zusammenspiel langjähriger Partner ermöglicht überhaupt erst das 10jährige Bestehen des Angkor Kids Center. Wir alle hoffen auf viele weitere erfolgreiche Jahre.